60 Jahre Bildungszentrum Jagdschloss Göhrde

1946 - 2006

Göhrde 1
Am 6. und 7. Oktober 2006 feierte das Bildungszentrum Jagdschloss Göhrde sein 60-jähriges Bestehen. Für dieses Jubiläum gestalteten wir eine Ausstellung und ein reich illustriertes Lesebuch zur wechselvollen Geschichte des Waldlandes unter dem Titel:

„Das Gesicht der Göhrde“.

Drei Banner der Jubiläums-Ausstellung im Jagdschloss Göhrde, das seit 1946 für Menschen aller Erdteile zu „Unserm Schloss“ geworden ist.
Das Buch vereinigt Beiträge verschiedener Autoren. Sie machen jeweils einen Aspekt der Geschichte anschaulich, seit Georg I, König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover, vor 300 Jahren in der Göhrde ein prachtvolles Jagdschloss errichten ließ. Man erfährt von den enormen Lasten, die die monatelangen Jagdlager für die Bauern der Umgebung mitsichbrachten, von der Schlacht an der Göhrdeam 16. September 1813 und dem Kampf der „Kriegerinnen“ für das Recht von Frauen auf Selbstverteidigung. Hermann Löns schildert die kaiserliche „Hofjagd in der Göhrde 1899“.

Es folgen Beiträge zur Geschichte des Schlosses während der Weimarer Republik und unter dem Nationalsozialismus, über den Hunger - nicht nur auf Bildung - nach dem 2. Weltkrieg, das lebendige Interesse an Europa in den 50er und an Entwicklungspolitik in den 60er Jahren. Zwölf Jahre lang prägten die Teilnehmer der Afrika-Seminare das Gesicht der Göhrde. An der Grenze der politischen Blöcke präsentierte das Kunstforum jährlich moderne Kunst aus Ost- und Westeuropa. Die Dichter der „Gruppe 47“ tagten 1961 ebenso im Jagdschloss wie 1989 Spitzenfunktionäre der Grünenund derKPdSU in einem einzigartigen (Anti-)Atom-Seminar“. Ein Kommunal-
politisches FrauenForum“ bestärkte von 1994 bis 2003 Frauen darin, Einfluss und Verantwortung in der Politik zu übernehmen. Seit dreißig Jahren ist die Göhrde nunmehr ein Zentrum gewerkschaftlicher Bildungsarbeit.