Lüneburger Denkmale, Brunnen und Skulpturen
Kunst im öffentlichen Raum

ISBN 978-3-89876-534-3
Husum (Husum) 2010,
72 Seiten, mehr als 150 Abbildungen

Woran erinnert sich die Hansestadt Lüneburg mit ihrer mehr als 1050-jähriger Geschichte, was stellt sie öffentlich aus? Flaniert man durch Lüneburgs belebte, von Straßen-Restaurants gesäumte Innenstadt, entdeckt man auf Schritt und Tritt Schmuckelemente an Häusern, Hinweistafeln, Steine mit Inschriften, Denkmale, Brunnen, Skulpturen und andere Kunstobjekte. Das reich illustrierte Buch stellt sie vor und informiert über ihre Geschichte. Und mancher Mythos der Lokalgeschichte verliert dabei seinen Schleier ...

"Trotz bildet Freiheit"
Jean Leppien und
Rudolf Führmann
Zwei Künstler im französischen Exil und in Lüneburg
ISBN 978-3-86530-134-5
Verlag: Verlag der Kunst Dresden
96 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Jean Leppien (1910–1991), der in Lüneburg aufgewachsene Bauhaus-Schüler, und Rudolf Führmann (1909–1976), der dort verstorbene expressionistische Maler, waren Menschen und Künstler mit Charakter. Während des Nationalsozialismus lebten sie im französischen Exil. Sie meldeten sich zur Fremdenlegion, wurden nach Deutschland ausgeliefert, in Konzentrationslager und Zuchthäuser gesperrt und entkamen nur knapp dem Tode. 1945 ging Jean Leppien zurück nach Frankreich. Ein bedeutender Teil seines Nachlasses wurde 2009 der Stadt Lüneburg übergeben. Rudolf Führmann versuchte sich dagegen im „Nachkriegsdeutschland“ zu etablieren. 1945 rettete er die Schätze der Ratsbücherei Lüneburg vor der Vernichtung. Jean Leppien und Rudolf Führmann gingen als Künstler dem Augenschein nach entgegengesetzte Wege. Der eine entschloss sich sehr früh, abstrakt zu malen, der andere gegenständlich und politisch eingreifend. Sie waren Altersgenossen und entstammen Fabrikantenfamilien, deren Lebensstandard man „gutbürgerlich“ nennt. Leppien wuchs allerdings in behüteten Verhältnissen auf, während Führmanns Elternhaus von Gewalt geprägt war. Der Lebensweg des einen begann in Lüneburg, der des anderen endete dort. Das Buch lässt die Künstler und ihre Freunde ausführlich zu Wort kommen. Es ist abwechslungsreich illustriert und präsentiert neben „typischen“ auch viele ungewöhnliche Arbeiten.

Hector Wilhelm Heinrich Mithoff: Kunstdenkmale
und Alterthümer im Hannoverschen.

Vierter Band: Fürstenthum Lüneburg.

Neudruck der Ausgabe: Hannover 1877. . Husum (Husum) 2010,
ISBN 978-3-89876-478-0, 12 Tafeln + Anhang, zahlreiche Abb., Festeinband, 28,0 x 20,0 cm, 290 Seiten

Mit seinem Werk über die Kunstdenkmale und Altertümer im Hannoverschen schuf Heinrich Wilhelm Hector Mithoff das erste umfassende Bau- und Kunstdenkmälerinventar der preußischen Provinz Hannover. Das siebenbändige Werk erschien zwischen 1871 und 1880 und umfasst in erster Linie Monumente mittelalterlicher Kunst, sowohl Sakral- als auch Profanbauten, zu deren ersten bedeutenden Beispielen die um 951 von Hermann dem Billunger auf dem Kalkberg gegründete Luneburg mit ihrem Benediktinerkloster und das Kloster Walsrode (gegr. 985) zählen. Mithoff dokumentiert ausführlich die herausragenden Monumente des Mittelalters im Fürstentum Lüneburg, zu dem neben der Stadt Lüneburg etwa auch Bardowick, Bleckede, Celle, Dahlenburg, Dannenberg, Ebstorf, Fallersleben, Gifhorn, Harburg, Hermannsburg, Hitzacker, Lüchow, Medingen, Scharnebeck, Soltau, Uelzen, Walsrode und Winsen d. d. Luhe gehörten und geht neben den erhaltenen Bauwerken ebenso auch auf das reichhaltige Kircheninventar sowie andere Kunstschätze ein. Der jetzt im Husum Verlag vorgelegte Reprint macht diese epochemachende Dokumentation des 19. Jahrhunderts jetzt allen an der Geschichte des Fürstentums Lüneburg Interessierten wieder zugänglich.